Lourdespilgerverein Wil und Umgebung

Image

 

Wallfahrt Maria Licht, Trun-Disentis, LPV WIL und Umgebung 12.09.2026

Unsere Vereinswallfahrt führte uns dieses Jahr am 12.September, dem Gedenktag des heiligsten Namen Marias, zur Wallfahrtskirche Maria Licht in Trun. An dem Tag, wo die Kirche das Patrozinium feiert.

Beim Restaurant Waldegg am Ricken Pass machen wir bei prächtiger Sicht in die Berge einen Kaffeehalt. Zugleich ist es Einstiegort der restlichen Personen, und unsere geistliche Begleitung Kaplan Ivan Šarić steigen zu. Im vollbesetzten Doppelstöcker-Car fahren wir Richtung Bündner Oberland. Traumhafte Bergkulissen, Seen und Landschaften lassen wir an uns vorbeiziehen.

In Trun angekommen werden wir mit 2 Kleinbusen zur Wallfahrtskirche hinaufgefahren, wobei einige Pilger den Weg zu Fuss gehen.

Die Kirche thront auf der Terrasse von Acladira, einem kleinen Weiler rund um steil ansteigendes Gelände, nordwestlich von Trun. Das erste Kirchlein war dem hl. Sebastian geweiht. Als dieses Baufällig geworden war, soll der damalige Pfarrer durch eine göttliche Botschaft dazu veranlasst worden sein, die neue Kapelle Maria zu weihen. Im Archiv der Kirchgemeinde Trun wird vermerkt, dass in der Nacht der Grundsteinlegung am 27.April 1663 der ganze Hügel von einem hellen Licht erleuchtet worden sein. Am 4.Juli 1672 konnte der Neubau durch den Bischof von Chur zu Ehren der Maria zum Licht geweiht werden. Kurz nach der Fertigstellung der Marienkapelle setzte eine grosse Wallfahrtsbewegung ein, die bereits 1681 zu einer Erweiterung der Kapelle führte.

Als wir in die Kirche eintraten, erfasste uns grosses Staunen und Stille werden. Wundervoll! Man kann sich nicht sattsehen, so reich beschenkend.

Der gesamte Innenraum der Wallfahrtskirche ist mit Malereien sehr eindrucksvoll ausgestattet.

In der Mittelnische des Hochaltares steht die Madonna mit Kind unter einem kleinen Baldachin, hinterfangen von einem Kranz goldener Strahlen. Maria und das Christuskind sind in prachtvoll bestickte Gewänder gekleidet. Sie tragen kostbare Kronen und halten die Weltkugel und das Zepter in ihren Händen. Die Deckenausgestaltung im Kirchenschiff sind mit Szenen aus dem Marienleben bemalt. Das grosse Triumphbogenfresko ist der Huldigung Mariens gewidmet. Auch Seiten und Nebenaltäre sind reich an Bildern, Heiligen-Skulpturen und Verzierungen.

 

In dieser prachtvollen Kirche feiern wir die Heilige Messe, und bringen auch alle in Gedanken mit, die leider nicht an der Vereinswallfahrt mitkommen konnten und die wir im Herzen tragen

Kaplan Ivan Saric geht mit uns in der Predigt auf den Weg mit Maria und unserem Namen:

Ein Name ist etwas Besonderes. Wir alle haben schon erlebt, wie anders es ist, wenn uns jemand nicht einfach mit Sie oder Du anspricht, sondern unseren Namen sagt. Wer meinen Namen kennt, für den bin ich nicht irgendeiner, er meint mich. Und genau das geschieht im heutigen Evangelium. Der Engel Gabriel kommt zu einer jungen Frau in Nazareth. Er sagt « Fürchte dich nicht Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden». Er kennt ihr Leben, ihre Situation, ihre Fragen. Und er hat etwas mit ihr vor. Gott kennt auch meinen Namen und deinen Namen. Unter Milliarden von Menschen sind wir für Gott keine Nummer. Schon beim Propheten Jesaja sagt Gott an anderer Stelle: »Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst mir.» Vielleicht ist das eine Botschaft, die wir von unserer Wallfahrt mitnehmen dürfen: Gott kennt mich und Er sieht mich.

Aber im Evangelium geschieht noch etwas Zweites. Gott kennt Maria nicht nur beim Namen, er ruft sie. Er hat einen Auftrag für sie. Maria versteht zunächst nicht alles. Sie fragt «Wie soll das geschehen?» Und der Engel erklärt ihr auch nicht den ganzen Weg, der vor ihr liegt.

Keiner von uns weiss genau was morgen, nächstes Jahr oder in zehn Jahren sein wird. Und manchmal würden wir von Gott gerne den ganzen Weg Plan bekommen. Maria zeigt uns etwas anderes: es genügt, wenn Gott den Weg kennt. Von mir verlangt er zunächst nur den nächsten Schritt. Vielleicht ist gerade deshalb dieser Ort so schön. Er heisst Maria Licht.

Aber Maria ist nicht das Licht, das aus sich selber leuchtet. Christus ist das Licht. Maria ist wie der Mond, wo das Licht der Sonne empfängt und weitergibt. Ihr ganzes Leben wird hell, weil sie Gott Raum gibt. Weil sie ja sagt. Weil Sie Christus empfängt und Ihn in die Welt trägt. Und Sie kann auch für uns zum Licht werden. Wenn wir nicht wissen, wie es weitergeht, sagt Maria uns: Vertrau Gott. Wenn wir Angst vor dem haben was kommt, sagt sie: Für Gott ist nichts unmöglich. Wenn wir uns Fragen was Gott von uns möchte, sagt Sie: Hör hin und hab den Mut zum nächsten Schritt.

Maria Du hast Deinen Namen von Gott rufen hören und Ihm Dein ja gegeben. Hilf auch uns, seinen Ruf zu hören. Maria Licht, leuchte auf unserem Weg- und führe uns zu dem, wo das wahre Licht unseres Lebens ist: zu Deinem Sohn Jesus Christus.

So einige Ausschnitte der mutmachenden und zum Innehalten anregenden Predigt.

 

Gestärkt durch die heilige Eucharistie bringen uns die Kleinbuse wieder ins Tal. Die Reise geht weiter zum nahegelegenen Benediktiner Kloster Disentis, wo wir mit einem feinen Mittagsbuffet verwöhnt werden.

Bei der anschliessenden Klosterführung erzählt uns Bruder Benedikt, dass das Kloster Disentis mit über 1400 Jahren zum ältesten durchgehenden Kloster im nördlichen Alpenraum gehört. Das Gymnasium war früher die Hauptaufgabe des Klosters. Heute gehört unter anderem, ein Hotel, ein Elektrobetrieb, eine Schreinerei, ein Klosterladen und ein Landwirtschaftsbetrieb ausserhalb des Dorfes dazu.

Die Gemeinschaft besteht aus 22 Mönchen, die Alle verschiedene Aufgaben rund ums Kloster. Verrichten. (Höchststand war in den 60iger Jahren mit 60 Mönchen).

Wichtig für die Klostergemeinschaft ist es die Schule erhalten zu können, was durch die Entvölkerung in der Gegend eine Herausforderung ist. Zurzeit haben sie 140 Schüler davon leben 1/3 im Internat. Es sind noch 5 Mönche in der Schule tätig. Das Ziel ist den christlichen Geist zu bewahren.

Wir werden von Bruder Benedikt in die Seitenkapelle Placi Krypta geführt. Sie ist die Mitte des Klostergebäudes. Darin befinden sich die ältesten erhaltenen Mauerreste von 700 Jahren. Es ist der Grundriss der Kapelle, wo die Klostergründer Sigisbert und Placidus begraben sind. Im Altarblock befinden sich Reliquien: Knochen von Sigisbert und die Schädeldecke von Placidus, der den Märtyrertod erlitt. Nach einer Legende wurde Placidus geköpft, hat sein Kopf ins Kloster getragen und ihn Sigisbert gegeben, um dort in Ruhe zu sterben. Die Kirche feiert am 11 Juli den heiligen Benedikt. In Disentis werden aber am 11 Juli die Klostergründer gefeiert und der Hl. Benedikt stets einen Tag später. Immer am vorausgehenden Sonntag feiert das Kloster ein grosses Volksfest.

Eindrucksvoll ist auch die Klosterkirche. Neben Hauptaltar und Seitenaltäre beim Choreingang, befinden sich noch sechs weitere Altäre im Kirchenraum. Die Deckengemälde erzählen dazu die Klostergeschichte. Weniges in der Kirche ist Original, da es mehrmals in der Geschichte des Klosters gebrannt hat. Nach einer Schätzfrage wieviel Gold es in der Kirche hat?, erzählt uns Bruder Benedikt das nur 250g Gold verwendet wurde. In Nanometerdichte aufgetragen, alles andere ist aus Holz.

Nach der Klosterführung halten wir in der Marienkapelle mit Kaplan Ivan Saric eine Andacht. Maria wurde von Gott beim Namen gerufen und hat mit ihrem ganzen Leben auf diesen Ruf geantwortet Gott schenkt jedem Menschen einen Namen und eine Aufgabe. Wir besinnen uns wie wir leben, oder was uns hindert, unsere geschenkten Fähigkeiten und Talente für die Welt einzusetzen.

Wir bitten Maria das Sie uns hilft, wie Sie, auf Gottes Stimme zu hören, Ihm zu vertrauen und immer wieder neu unser Ja zu dem Weg zu sagen, den ER mit uns gehen möchte.

 

Anschliessend wurden wir mit einem reichhaltigen Dessertbuffet verwöhnt, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten. Erfüllt und reich beschenkt kommen wir wohlbehalten wieder an die Einstiegorte. Vergelts Gott allen die zum Gelingen dieses Segenreichen Tages beigetragen haben.

LPV Wil und Umgebung, Sonntagswallfahrt Libingen 

 Am 5. Juli - einem strahlenden Sommersonntagmorgen, versammelten sich Jung und Alt des LPV in der Lourdesgrotte in Libingen zur Sonntagswallfahrt.  

Zum feierlichen Einzug mit Fahne sangen wir den Lobgesang der Muttergottes: 

«Meine Seele preist, die Grösse des Herrn, es jubelt mein Geist, über Gott meinen Retter» 

Kaplan John Kennedy Mensah feierte mit uns die Heilige Messe, die ganz im Zeichen des Festes Maria Heimsuchung stand. Umrahmt wurde die Feier mit Marienliedern, wunderschön begleitet vom Musikteam.  

Erfüllt von der heiligen Eucharistie, tiefgreifenden Predigtworten und himmlischen Musikklängen, war allen die Freude ins Gesicht geschrieben.  

Nach dem beschenkenden Gottesdienst erreichten wir nach kurzem Fussmarsch die Grillstelle im Hohl, ein idyllischer Ort, mitten im Wald. Infolge des Feuerverbots verzichteten wir aufs grillieren und genossen in froher Runde das mitgebrachte Picknick. Vor dem Heimweg bestaunten klein und gross die Höhlenartigen Felsformation. 

Vergelt’s Gott Allen, die zu diesen Freudenstunden beigetragen haben. 

Meine Seele preist die Grösse des Herrn!

Image

Vereinswallfahrt nach Hermetswil, zum Kloster das dem St. Martin geweiht ist

Der Einladung zur diesjährigen Vereinswallfahrt 2025 folgten 62 Vereinsmitglieder.  Um 07.15 Uhr fuhr der zweistöckige Reisebus bei strahlenden und gleichzeitig herbstlichen Wetterbedingungen von Dreibrunnen – Winterthur – Zürich – Bremgarten nach Hermetswil. Als geistlicher Leiter konnte unsere Vereinspräsidentin Vikar Ivan Saric gewinnen. Nach der Begrüßung folgte ein Gesätzchen des Rosenkranzes. Da die Zeit zwischen Abfahrt und der hl. Messe knapp bemessen war, genossen die Pilger den Kaffee und das Gipfeli während der Hinfahrt. Bereits um 08.30 Uhr erreichten wir ohne Stau und sonstigen Behinderungen das Kloster in Hermetswil.

Um 09.00 begann die hl. Messe in der prachtvollen Klosterkirche St. Martin, bei der Vikar Ivan Saric vorstand. In der Predigt stellte der Priester die Muttergottes und Ihre Wirkung in den Vordergrund: Sie ist das Urbild der göttlichen Schöpfung, Sie ist das Bild der paradiesischen Welt, bei fröhlichen Menschen nimmt Maria den ersten Platz ein, Sie vermittelt die Freude Christi, das Evangelium ist die befreiende Botschaft, weil die Freude in Gott verwurzelt ist. Das sind einige Zitate aus der Predigt von Vikar Saric.

Anschließend wurden wir eingeladen, zu einem Rundgang durch das Kloster, die Hostienbäckerei, den Klostergarten und den Klosterladen. Dabei wurden wir von den Schwestern mit viel Geschichte und Wissenswertem unterrichtet. Als Abschluss konnten im Klosterladen, die meist vor Ort hergestellten Produkte, gekauft werden.

Früher als geplant genossen die Pilger im Freien das sonnige Wetter, die frei gewordene Zeit ermöglichte uns, ein Gruppenfoto zu erstellen, welches auch das warme und trockene Wetter sowie das schöne Kloster im Hintergrund festhielt.

Anschließend fuhren wir mit dem Bus zum nächsten Zwischenziel nach Bremgarten, wo bereits unser Mittagessen wartete. Dieses Restaurant JoJo, das zur Josef-Stiftung gehört, ist eigentlich für Kinder und Familien gedacht, was die Farben und Formen zum Ausdruck brachten. Es erwartete uns ein reichhaltiges Mittagsbuffet zur Selbstbedienung.

Nach dem Mittagsessen besuchten wir in Waltenswil die Lourdesgrotte, was wunderbar zur morgendlichen Predigt passte. Dort verrichteten wir den zweiten Teil vom Rosenkranzgebet. Zwischen den Gesätzchen wurden geistliche Gedanken vom Priester vorgetragen.

Mit vielen Eindrücken, guten Gesprächen, Gebeten und Gottes reichen Gnaden fuhren wir wieder heimwärts nach Wil – Dreibrunnen wo wir um ca. 18.15 Uhr, also noch zu einer christlichen Zeit, eintrafen. Herzlichen Dank an alle, die diesem guten Gelingen dieser Vereinswallfahrt beigetragen haben.

Der Vorstand des Lourdespilgervereins Wil und Umgebung

Image